10 schöne versteckte Orte in Portoroz

Portorož liegt in einer großen, von der Adria umsäumten Bucht. Es ist ein alter Badeort, in dem heutzutage ganzjährig zahlreiche Slowenen wohnen. Diese Sommerfrische aus der Zeit der Doppelmonarchie, die ihren Aufschwung zu Beginn des letzten Jahrhunderts erlebte, kann keineswegs mit der zeitlosen Schönheit von Piran mithalten. Ganz im Gegenteil, Portorož wird auf den ersten Blick meist als eher hässlich empfunden, aber wenn man genauer hinschaut…


Wenn man diese erste Täuschung einmal überwunden hat, die im Wesentlichen dem zubetonierten Charakter der Strandpromenade geschuldet ist, dann reicht es, den Blick auf die Höhen zu richten, ihn nicht auf dem Niveau der Geschäfte und großen Hotels verharren zu lassen, um zu sehen, dass die Bucht sehr schön ist, man Kroatien erblicken kann und die Anhöhen von hübschen mediterranen Hügeln gebildet werden, auf denen Villen verstreut sind. Und vielerorts sind hübsche und historisch spannende Spuren des Erbes als alter Badeort und österreich-ungarische Sommerfrische zu erkennen, die von den Aristokraten sehr geschätzt wurde. Kurz: Auch hier könnt ihr einen wirklich schönen Urlaub verbringen!

Aus diesen Gründen wird Portorož meiner Erfahrung nach auch von zahlreichen in Slowenien lebenden Franzosen, Deutschen, Österreichern etc. geschätzt. Und auch wegen der zehn schönen, versteckten Orte, die euch dieser Artikel nahebringt. Allgemein ist es zwar dennoch eher so, dass die Urlauber Portorož auf den ersten Blick eher als hässlich empfinden, aber man muss ja nicht zwanghaft an diesem Ersteindruck festhalten und sollte vielmehr den Blick auf die Umgebung richten. Dann gefällt euch auch der Aufenthalt in Portorož.

Für einen gemütlichen Urlaubstag ist Portorož eigentlich sehr praktisch. Ihr könnt umkompliziert baden gehen, euch sonnen, am Abend am Meer entlang spazieren, leckeres Eis essen… Kurz gesagt: alle Dinge auskosten, die einem an einem Sommertag in den Sinn kommen.

Wenn ihr mit Teenagern unterwegs seid, werden sie die Belebtheit dieses slowenischen Badeortes sicherlich schätzen, von den Holzstegen ins Wasser springen, baden und die großen Eiswaffeln um 2 Euro genüsslich verspeisen.

Jüngere Kids dürften das kleine Stückchen künstlichen Sandstrands besonders mögen. Gäste in den Zwanzigern oder Dreißigern profitieren hier von den zahlreichen Cocktailbars und der festlich-schicken Stimmung, die dennoch offen für jeden ist. In Slowenien wird man eigentlich nie am Eingang abgewiesen (was einer der Aspekte ist, die ich an Slowenien sehr schätze).

In Portorož gibt es eine Vielzahl verschiedener Etablissements, manche schlecht, manche mittelmäßig, manche wiederum ausgezeichnet. Ich fahre hier recht häufig hin und möchte daher zehn eher unbekannte Orte und Plätze mit euch teilen, sodass ihr ein Portorož kennenlernen und genießen könnt, das man zunächst nicht vermutet und welches den meisten vorbeiziehenden Touristen verborgen bleibt. Offen gesagt hätte ich das nach meinen ersten Besuchen auch nicht unbedingt von Portorose (der italienische Name der Stadt, hier wird teils auch Italienisch gesprochen) erwartet.

Folgt diesem Rat, wenn ihr in Portorož seid

Macht euch schnellstmöglich frei vom schlechten Ersteindruck und recherchiert nach den Orten aus diesem Artikel. Am Ende des Tages geht es euch dann womöglich so wie mir und anderen Freunden, die in Slowenien wohnen und Portorož schätzen (oder aber euer schlechter Ersteindruck bleibt zu meinem Bedauern bestehen).

Portorož: Ein praktischer Reiseführer

  1. Distanz Ljubljana – Portorož: 118 km – 1:20 h
  2. Parken am Meer überall kostenpflichtig – weiter oben gratis
  3. Piran ist von Portorož in einer Stunde zu Fuß erreichbar
  4. Der Ort ist auch von Ljubljana per Bus erreichbar, oder von Koper mit dem Fahrrad über den Parenzana
  5. Portorož ist wenige Kilometer von der kroatischen Grenze entfernt

In Portorož findet ihr alles, was belebte Badeorte so zu bieten haben: Bars, Restaurants, Eisläden, Spiele für Kinder, Abendspaziergänge am Meer (Sonnenuntergänge im September sind genial!) und zahlreiche große Pontons und Stege, von denen ihr ins Wasser hüpfen könnt. Portorož ist ein schöner Urlaubsort.

Die Terrasse des Mystica

Das Mystica eine Cocktailbar mit großer Terrasse. Dank der etwas erhöhten Lage lassen sich von hier aus Meer und Ufer bestaunen, während ihr genüsslich eine Pina Colada, einen Mojito oder irgendeinen anderen Drink schlürft. Das ist genau der Typ Ort, den man eher nicht zufällig beim Erstbesuch entdeckt, denn hier muss man eine recht unscheinbare Treppe erklimmen, die zur behaglichen Terrasse des Mystica führt. Hier ist es dann ausreichend, einen Cocktail zu bestellen, um erholsame Urlaubsluft zu schnuppern. Wenn ihr den Abend weiter in Feierstimmung verbringen wollt, dann begebt euch zu der ganz in Bambus gehaltenen Cocktailbar Alaya oder zu den Loungebars Paprika und Coco café. Diese beiden Lokale liegen direkt am Meer und verbreiten eine eher festliche Atmosphäre.

Mystica – Obala 33

Club Alaya – Obala 22

Die Salzlager

Diese alten Warenlager, die sich heute in einem Umstellungsprozess befinden, wurden zwischen 1823 und 1859 gebaut. Sie sinds längs der Küste orientiert und erlauben ein besseres Verständnis der Geschichte der Region. Der aufzusuchende Ort heißt auf Slowenisch Nekdanje skladisce soli Monfort.

In einer kleinen Ausstellungshalle wird die Geschichte von Salzproduktion und -handel in der Bucht ausführlich geschildert. Dann versteht ihr, wieso es in manchen Jahrhunderten entscheidend war, Salz über längere Zeit lagern zu können, ebenso wie die wirtschaftliche Bedeutung der Salinen von Piran, die aus der Ferne zu erkennen sind, die Lebensumstände in den unterschiedlichen Epochen uvm. Das Interessante an einem Besuch dieses Ortes besteht auch in dem kleinen Spaziergang entlang der Küste, den es zu unternehmen gilt, um zur Ausstellungshalle zu gelangen. Diese alten Lagerhallen beherbergen gelegentlich auch andere temporäre Ausstellungen über Architektur oder Kunst, zum Beispiel mit dem durchaus bekannten Kunstwettbewerb Ex-tempore Piran, der seit 1964 veranstaltet wird. Wenn ihr von diesem Ort aus weiter zu Fuß geht, gelangt ihr in kurzer Zeit nach Bernardin, einem modernen Hotelkomplex, der zwar recht hässlich-zugepflastert ausschaut, aber durch den Blick mit dem Hafen und der Kirchenruine oberhalb der großen Treppe nicht völlig verungklückt wirkt (Weiter unten gibt es dazu noch einen weiteren Tipp). Aber wenn ihr allergisch auf Beton seid, dann geht hier lieber nicht hin.

Die versteckt gelegene Kirche von Portorož

Eine architektonisch originelle Kirche aus dem Jahr 1984. Über die Entdeckung dieses recht menschenleeren Gebäudes abseits der ausgetretenen Pfade habe ich mich sehr gefreut. Sie dürfte primär für jene interessant sein, die sich für Architektur begeistern oder Fotografen sind, die die Lichtspiele der durch die farbenfrohen Kirchenfenster einfallenden Sonne erfassen wollen. Das religiöse Gebäude ist zwar in fünf Minuten von der Küste zu erreichen, wird aber durch die üppige Vegetation verdeckt und ist somit für Touristen fast unauffindbar. Die kleine Allee, die zur Kirche hinführt, wird von hübschen Büschen und Blumenbeeten gesäumt. Diesen wirklich versteckten und für Touristen kaum zu findenden Ort könnt ihr auch anhand des slowenischen Namens aufspüren: Župnijska cerkev Device Marije Rožnovenske.

Portorož, ein Ort für einen schönen Urlaub am Meer

Das Thalasso von Portorož

In Slowenien sind Thalassos (Seeheilbäder) und Spas bei weitem nicht so spießig und teuer wie in vielen anderen Ländern. Es ist nicht nötig, gleich eine Kur zu buchen, um das richtig auskosten zu können. Die meisten Slowenen fahren recht regelmäßig für einige Stunden an diese Orte. Nachdem ihr den Eintritt bezahlt habt, könnt ihr in den Saunen, Hammams und Whirlpools faulenzen, bevor es dann in die Thermalbecken geht. Dieses Heilbad ist der Ort, an den ihr im Winter gehen könnt oder auch auch dann, wenn es in der Sommersaison mal regnet. Alternativ könnt ihr auch das Thalasso vom Hotelkomplex Bernardin besuchen, idealerweise ein bisschen vor Sonnenuntergang, denn es gibt ein geniales Schwimmbecken mit Meerblick. Oder aber jenes vom Hotel Kempinski. Ein letztes Thalasso befindet sich bei den Salinen von Piran, aber das habe ich bislang nicht ausprobiert.

Das ausgezeichnete Restaurant Aviator am kleinen Flughafen von Portorož

Auf dieses Restaurant bin ich zufällig gestoßen, als ich einmal mit meiner Mutter den Parenzana entlanggeradelt bin, die mich anlässlich meines Geburtstags besucht hat. Vom Preisleistungsverhältnis waren wir beide völlig baff. Es ist wirklich köstlich! Die Gerichte werden mit viel Liebe serviert, und das gilt sowohl fürs Geschirr (beispielsweise kleine Pfannen und Kessel) als auch für die Art und Weise, wie der Küchenchef die einzelnen Bestandteile darauf arrangiert.

Der Service war sehr gut und die Preise wirklich nicht zu hoch für das, was uns hier serviert wurde. Das Restaurant ist wirklich einer meiner Geheimtipps an der slowenischen Küste. Der Ort könnte auf euch vielleicht ein wenig elitär wirken, ist aber wirklich offen für alle.

Um dieses versteckte Restaurant zu finden, müsst ihr zunächst den Flughafen betreten und euch dann gleich links halten. Anfahrt mit Auto oder Rad über den Parenzana. Der Fußweg über die Küste und dann an den Salinen entlang ist zwar auch möglich, aber offen gesagt doch etwas lang (für den Rückweg nehmt euch ein Taxi, fragt einfach im Restaurant danach, es ist nicht sonderlich teuer).

Restaurant Aviator – Sečovlje 19 – Portoroz

Der Tunnel vom Parenzana

Eine Eisenbahnstrecke durchquerte einst die ganze slowenische Küstenregion. Heute sind die Gleise verschwunden, doch die Trasse wurde vor wenigen Jahren zu einem fantastischen Radweg umgebaut, den ihr unbedingt in euren Reiseplan aufnehmen solltet, sofern ihr an die slowenische Küste fahrt. Sofern ihr nicht mit Rad unterwegs seid, könnt ihr auch einfach die Hügel erklimmen, um einen Tunnel zu Fuß zu durchqueren. Im Sommer könnt ihr hier insbesondere die angenehme Kühle genießen, die euch dort auf 550 m Länge umgibt. Diese Aktivität könnte auch euren Kindern Spaß machen (bitte gebt mir einen Kommentar, ob das tatsächlich der Fall ist). Der Tunneleingang befindet sich in der Straße Senčna pot (GPS-Koordinaten: 45.516406, 13.599768).

Bar und Restaurant im Grand Hotel Kempinski

Slowenien hat keine so gespaltene Gesellschaft wie Frankreich und andere Länder. Jeder kann überall hineingehen, insbesondere auch in Luxus-Einrichtungen. Wenn ihr euch einmal vor diesem beeindruckenden Hotelgebäude befindet, dann wendet euch nach rechts, wo ihr bald den Eingang sehen könnt, der sich im modernen Teil befindet (das glasverkleidete Gebäude). Links des Eingangs gibt es eine Konditorei, wo ihr euch niederlassen könnt. Wenn ihr das Hotel betretet und eine Treppe nach oben geht, findet ihr linkerseits eine Bar und rechterseits ein schickes Restaurant, das den französischen Namen fleur de sel trägt. 9 € für einen cocktail und 17 € für ein Nudelgericht, ein schwarzes Tintenfischrisotto oder einen Salat sind zwar sicher 30 bis 40 % mehr als sonst an der Küste, aber durch den Ort, die Sicht und auch den Service bekommt ihr wirklich etwas für euer Geld. Und darüber hinaus liegt man damit immer noch unter den Durchschnittspreisen zahlreicher Großstädte und Tourismusregionen. Die Konditorei, die Bar und das Restaurant verfügen jeweils über eine Terrasse. Dieser Ort ist ideal für Verliebte, die eine kleine Pause in schickem Flair einlegen wollen, oder aber auch für einen schönen Moment unter Freunden. Bei Regen kann die Cocktailbar ebenfalls einen angenehmen Ausweichplan darstellen.

Eine super Übernachtungslocation für Verliebte. Hier könnt ihr reservieren.

Die Übersichtskarte dieser Geheimtipps

Die Terrasse des Grand Hotel Bernardin

Diese Hotelanlage ist bekannt für Panoramablicke und luxuriöseste Zimmer. Hier befindet sich eine versteckte Terrasse mit Bar, die normalerweise denen vorbehalten bleibt, die hier übernachten. Der Blick auf das Meer und eine hübsche römische Wohnanlage ist wirklich unglaublich schön! Trinkt untertags einen Cappuccino um 2,50 € oder abends einen großen Cocktail für 10 €, ein 0,33er Bier um 4 € oder vielleicht eine Flasche lokalen Weines um 23 € und genießt dabei die wahrhaft magische Aussicht.

Vom Zentrum von Portorož aus geht ihr etwa 25 Minuten am Meer entlang (Achtung: Beton-Feeling), um diese Location zu erreichen, die sich an der Grenze zwischen Piran und Portorož befindet – gleich neben der großen Parkgarage von Piran. Um vom Ufer aus auf die Panoramaterrasse zu gelangen, müsst ihr den Fahrstuhl des Hotels benutzen. Der Zutritt zum Hotel ist nur mit Karte möglich, wartet daher ein wenig vor der Tür, bis jemand rein- oder rausgeht, und schlüpft dann ebenfalls hinein (GPS-Koordinaten des Eingangs: 45.516899, 13.569111). Das Hotel ist groß, daher noch ein paar kleine Tipps für den Weg zur Bar. Geht zum Fahrstuhl, drückt auf die Taste fürs Restaurant, fahrt hoch und nehmt dann die Treppe. Falls ihr euch fragt, ob das Ganze auch legal ist: Ihr seid hier keine Schwarzfahrer, ihr lasst schließlich euer Geld in der Hotelbar. Abgesehen davon sind die wirklich Außenstehenden verbotenen Teile des Hotels schwerer zu erreichen, die Nutzung der Bar hingegen ist in in ihrem eigenen Interesse und sie erlauben es, ein wenig die ausgetretenen Pfade der Touristenströme zu verlassen.

Cacao, eine wahre Institution und ein alles andere als geheimer Ort – und dennoch in diesem Artikel

Cacao ist der berühmteste Eisladen der ganzen Küste. Hier könnt ihr euch auf großen weißen Sofas hinfläzen und ein großes Eis für 2.50 € verspeisen, oder euch zu zweit ein Glad teilen. Das Cacao kennen alle Slowenen, hat die Kette doch bereits allein in Ljubljana drei Filialen. Daher Achtung: Hier herrscht wirklich großer Andrang, und zwar an allen sonnigen Wochenenden, die ganze Saison und im Sommer sowieso an allen Tagen. Macht es in diesem Fall wie folgt: Geht weiter zum Parfümladen, setzt euch dort auf die Terrasse und bestellt dann erst euer Eis. Es wird euch zum gleichen Preis in einer kleinen Auflaufform und mit einem Glas Wasser dargereicht. Ein kleiner weiterer Hinweis: Es gibt auch leckeres Eis mit Zuckerersatzstoffen und super Frühstück!

Cacao – Obala 14 – Portoroz

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