Izola, mein Lieblingsort an der slowenischen Küste

Izola ist eine hübsche Küstenstadt zwischen Koper, der größten Stadt an der slowenischen Küste, und Piran, dem wohl schönsten Ort. Hier könnt ihr unter anderem Fischerboote, einen schönen Hafen, alte Gassen, Restaurants am Meer, Gebäude der venezianischen Epoche, einen großen und wirklich originellen Ort zum Feiern sowie eine große Fabrik für Fischkonserven entdecken, die es seit 1879 gibt. Izola ist zwar nicht ganz so prachtvoll wie Piran, doch im Laufe der Jahre bin ich dahin gekommen, Izola mehr zu mögen – und zwar wegen des allgemeinen Lebensgefühls, dem Kieselstrand, den gemütlichen Bars direkt am Meer sowie den leckeren Fischrestaurants.


Izola ist nicht so von Touristen überlaufen wie Piran oder Portoroz. Ein wahres Plus im Sommer!


Die Slowenen wissen diesen Küstenort zu schätzen und kommen an den Wochenenden dorthin, Sommer wie Winter, solange zumindest die Sonne scheint. Wenn ihr also mehr als einen Tag Zeit für die Erkundung der slowenischen Küste habt, dann rate ich euch, auch Izola in euer Reiseprogramm aufzunehmen. Geht baden, trinkt einen Kaffee… und lieber unter der Woche als am Wochenende, denn dann ist dort etwas weniger los. Im letzten Teil dieses Artikel verrate ich euch eine versteckte Terrasse, auf der ihr bei einer großartigen Aussicht auf Izola einen gemütlichen Kaffee trinken könnt.

Izola erkunden

Fangt am besten mit einem Spaziergang entlang des Meeres auf dem Quai Soncno nabrezje mit seinen Hafencafés an. Wenn ihr erst einmal am halbmondförmigen Hafen angekommen seid, dann dann verlängert euren Spaziergang, indem ihr den von Palmen in Töpfen gesäumten Weg weitergeht. So gelangt ihr bis ans Ende der Halbinsel zum kleinen weißen Leuchtturm (svetilnik).


Von der Spitze von Izola hat man eine ausgezeichnete Sicht auf die Städte Koper und Triest.


An Tagen mit sehr guter Sicht kann man sogar die Berge sehen (Diese Landschaft ist besonders klasse, wenn die Gipfel schneebedeckt sind – was in Kombination mit der nötigen Sichtweite aber eher selten ist).

Geht auf dem Rückweg am besten die kleine Einkaufsstraße von Izola entlang, die Ljubljanska. Wenn ihr euren Spaziergang noch weiter auf die Altstadt ausdehnen wollt, dann nehmt danach die gregoriceva ulica. Begebt euch lieber nicht in den nördlichen Teil nahe dem Frachthafen, da der nichts wirklich Interessantes zu bieten hat.

Um Izola zu erkunden, benötigt ihr keinen Plan

Da sich die Altstadt auf einer abgerundeten Halbinsel befindet, werdet ihr ganz von alleine die interessanten Gässchen finden, und es ist unmöglich, sich zu verirren. Im Laufe des Artikels findet ihr Informationen darüber, was sich an interessanten Aktivitäten abseits des historischen Zentrums anbietet.

Izola war einst eine Insel, doch seit Napoléon ist das vorbei

Izola bedeutet auf Italienisch „Insel“, weil der Ort einst auf einer Insel erbaut worden war. Von 1805 bis 1813, als Izola zusammen mit den illyrischen Provinzen unter französischer Kontrolle war, rissen die Franzosen die Stadtmauer nieder und füllten mit den Trümmern den Kanal, der die Insel vom Festland trennte.

Der Strand von Izola

An der Spitze der Halbinsel und der Altstadt gibt es einen Kieselstrand und auch Liegewiesen. Dieser Ort ist schön und dazu geeignet, zu baden und sich zu erfrischen. Die Slowenen lassen sich hier gerne von der Sonne bräunen. Meine Tipps: Verbringt hier im Sommer nicht den ganzen Tag, vor allem, da es ziemlich voll werden kann. Ihr könnt euch unter den Pinien in den Schatten begeben, doch wenn ihr einen Sonnenschirm dabei habt, ist das sicher nützlich. An Tagen mit ausreichend Wind starten von hier zahlreiche Windsurfer.

Entdeckt gute Restaurants und Produkte aus Izola

Kostet die lokalen Erzeugnisse aus Izola. Rings um die Stadt werden Wein und Olivenöl hergestellt. Zudem könnt ihr auch frische Fische von den Fischern von Izola im Geschäft Levante direkt am Hafen kaufen, oder probiert sie in einem der guten Restaurants. Kauft Fischkonserven von Delmaris. Kostet den Bakalar, einen Fischaufstrich. Ein paar Restaurantempfehlungen folgen weiter unten.

Die Weinbar Manzioli

 

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Geht hier am Abend hin, um lokalen Wein zu verkosten – auf den großen Fässern oder an den Tischen auf der Terrasse. Diese Bar befindet sich an einem schönen Platz. Lokale Weinbaugebiete, die ihr probieren könnt, sind Korenika & Moskom, Vina Koper und Santomas.

Manzioli Weinbar
Manziolijev trg 5,
6310 Izola

Das Restaurant Gostilna Bujol

 

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Ein Restaurant, das sich gleich neben dem Manzioli befindet und einige schmackhafte Fischgerichte anbietet und auch zahlreiche Weine aus Istrien auf der Karte hat. Einzige Schwierigkeit: Am Abend ist es meistens voll.

Restaurant Bujol 
Verdijeva ulica 10
6310 Izola

Und zum Schluss noch eine einfache und preiswerte Adresse (Achtung: Der Ort ist nicht grad als „fancy“ zu bezeichnen).

Okrepčevalnica Nanos
Pittonijeva ulica 9
6310 Izola

Spaziergang bis zum Ende der Marina

 

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Die Marina von Izola befindet sich im Süden der Altstadt. Sie beherbergt etwa 700 Ausflugsschiffe und Yachten, die bis zu 40 Meter Länge erreichen können. Geht vom historischen Ortskern bis zur Marina, denn das ist ein schöner Spaziergang, bei dem ihr zunächst die geschäftigen Bereiche des Hafens durchquert. Wenn ihr dann einmal an der Marina seid, könnt ihr auf einer der gemütlichen Terrassen z. B. einen Kaffee trinken. Hier habt ihr eine hübsche Aussicht auf Izola und die Bucht von Strunjan, wenn ihr auf das Dach der Hafentoiletten klettert, die sich am Quai dantejeva ulica befinden. Bis zum Ende des Quais zu gehen bringt hingegen nicht viel; vergeudet hier nicht eure Zeit.

Die Bucht San Simon, der große Strand von Izola


Solltet ihr euren Spaziergang auf den Bereich hinter der Marina ausweiten, warten ein touristischer Hotelkomplex mit kostenpflichtigen Rutschen sowie ein großer Gras- und Kieselstrand auf euch. Der große Grasstrand Simonov Zaliv ist durchaus sehenswert und ihr könnt euch etwas sonnen. An diesen Ort könnt ihr am besten mit eurem Nachwuchs gehen. Aber Achtung, ich muss darauf hinweisen, dass dies keineswegs ein Traumstrand ist. Es gibt keinen Sand und es herrscht osteuropäischer Charme. Hier kann man sich ein paar Stunden aufhalten und schön erfrischen, indem man in der Adria schwimmt, aber es ist gewiss kein Stückchen Paradies, in dem man einen ganzen Urlaubstag am Strand verbringen kann.

Die beste Aussicht auf Izola


Für eine hübsche Aussicht auf Izola könnt ihr mit dem Auto auf die Straße 111 fahren, die nach Piran führt, und beim Belvèdère (drobrava 1a) anhalten. Hier erwartet euch eine unverbaute Sicht auf Izola! Besser noch, trinkt einen Cappuccino auf der großen Panoramaterrasse des tollen Hotels Cliff. Falls ihr den Radweg fahrt, der die slowenischen Küstenorte verbindet (wärmstens empfohlen), könnt ihr vom Eingang des Tunnels ebenfalls einen schönen Ausblick genießen. Denkt also daran, einmal zurückzuschauen, bevor ihr in den Tunnel eindringt.

Die Ambasada Gavioli, ein großer Saal zum Partymachen in Izola

 

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Am Ortseingang von Izola befindet sich die Ambasada Gavioli, eine große Diskothek, die einige der besten DJs zu nahezu mythischen aber seltenen Veranstaltungen empfängt. Hier sind bereits Fat Boy Slim, Carl Cox, Paul Kalkbrenner, Roger Sanchez und andere aufgetreten. Diese Großveranstaltungen ziehen selbst Leute aus Ljubljana, Italiener aus Triest und Kroaten aus Istrien an. Geht dort nicht auf gut Glück hin, es ist absolut notwendig, sich im Vorfeld über das Programm zu informieren! Es ist ebenfalls unerlässlich, vorher Tickets zu besorgen, falls ein Star-DJ auflegt. Mehr dazu hier.

Parken in Izola?

Um zu wissen, wo ihr in Izola parken könnt, rate ich euch, das Rathaus aufzusuchen. Hier erhaltet ihr eine Karte mit der vollständigen Liste der Parkplätze und den jeweiligen Kosten. Im Sommer sind in Izola wirklich viele Leute, weswegen es viel Zeit und Geld erspart, wenn ihr die besten Parkplätze kennt. Ich parke meist beim P7, doch am Ende der Marina zu parken ist ebenfalls eine gute Wahl. Dort könnt ihr die Erkundung des Ortes auch gleich mit einem Spaziergang an der Marina beginnen. Bezüglich der Parkplätze könnt ihr auch hier nachschauen.

Historische Denkmäler in Izola

Als Izola ein römischer Ort war, hieß es Haliaetum, danach war der Ort ebenso wie Koper die längste Zeit unter Venezianischer Herrschaft. Allgemein dürfte euch die generelle Atmosphäre dieses belebten Küstenorts mehr gefallen als die historischen Monumente. Historisch Interessierte können sich folgende Orte anschauen:

  • Manzioli-Palast (1470) – gothisch-venezianischer Stil
  • Palast Bensenghi degli ughi (1775) – Barockstil
  • Sainte Marie de Haliaetum (11. Jahrhundert) – die älteste Kirche von Izola
  • Kirche Saint-Maurice (1553)
  • Lovisato-Palast

Die beste Art, die slowenische Küste zu erkunden

Um die slowenische Küste zu erkunden, rate ich euch wärnmtens, den Radweg Parenzana zu fahren, der die slowenische Küste entlang führt und dabei auch Izola passiert. Die ganzen Details zu dieser tollen Möglichkeit, einen schönen Urlaub zu verbringen, findet ihr in einem separaten Artikel, der diesem unglaublichen Radweg gewidmet ist.

 

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