Piran erkunden: 6 Fehler, die ihr nicht machen solltet

Eigentlich sind alle Besucher einer Meinung: Piran ist der hübscheste der slowenischen Küstenorte. Pirano ist daher ein Muss für eine Slowenien-Reise. Wenn ihr erst im Ortszentrum seid, könnt ihr die Panoramablicke auf seine ockerfarbenen Dächer und den Campanile (freistehender Glockenturm) genießen, der übrigens eine Kopie des Turms am Markusplatz in Venedig ist, sowie auch den kleinen Fischerhafen, die zahllosen gepflasterten Gässchen, die venezianische Architektur und den sehr schönen zentralen Tartini-Platz.


6 Ratschläge für einen schönen Aufenthalt in Piran


Ich wohne seit mehr als 10 Jahren in Slowenien und fahre oft nach Piran. In diesem Artikel fasse ich meine Ratschläge für einen problemlosen Aufenthalt zusammen, denn es gibt zumindest 6 Fehler, die hier häufig gemacht werden.

Außerhalb der zwei großen Parkplätze parken

Wenn ihr versucht, außerhalb der Parkgaragen euer Auto abzustellen, ist das ein Fehler. Mein Vater hat das bei seinem ersten Besuch in Piran gemacht. Er hat sein Auto weiter oben in Piran abgestellt, auf einem Parkplatz, der ihm unproblematisch erschien, der aber für Anwohner reserviert war. Ein Strafzettel über 200 € wartete auf seiner Winschutzscheibe.


Piran ist 100% Fußgängerzone mit zwei großen Parkplätzen außerhalb der Stadt.


Die Parkplätze Fornace und Arze sind so gebaut, dass sie alle Autos von Anwohnern wie auch Touristen aufnehmen können. Es ist sinnlos zu versuchen, irgendwo außerhalb gratis zu parken. Die Kosten der Parkgaragen betragen 1,20€ pro Stunde. Mit einem Pauschalpreis von 12€ für einen Tag. Wenn ihr Probleme mit dem Gehen habt, dann parkt im Fornace. Von dort fährt ein kleiner Bus direkt zum Tartini-Platz. Arze, die andere Parkmöglichkeit, erlaubt es euch, direkt zur schönsten Aussicht auf Piran zu gehen, da sie sich auf den Hängen nahe der Stadtmauer befindet, die Piran überragt. Es gibt sogar noch einen dritten Parkplatz, Fiesa, der im Sommer zahlungspflichtig, außerhalb der Saison aber gratis ist. Von dort müsst ihr etwa 20 Minuten am Meer entlang bis zum Zentrum gehen, was aber alles andere als unangenehm ist, wenn ihr nicht zu viel Gepäck habt.

Nicht über Nacht in Piran bleiben

Was ich Piran besonders schätze, und was ich mir auch nach zehn Jahren in Slowenien nicht entgehen lasse, sind die angenehmen Abende. Am Tagesende verlassen die Touristen allmählich den Ort und es umgibt einen die süße Belebtheit eines Mittelmeerortes, wo die Kinder unbefangen auf dem Hauptplatz spielen. 17 500 Slovenen leben in Piran – das ist also keine Museumsstadt! Piran kennt die Probleme von Venedig nicht.


Eine Nacht in Piran ist eine unvergängliche Erinnerung!


Ich rate euch daher, wenigstens eine Nacht in Piran zu verbringen, um ein schönes Abendessen mit gegrillten Fischen auf einem kleinen Platz (z.B. Fritolin) zu genießen, ein Glas Spritz auf einer Terrasse zu trinken (Café Theater oder Punta oder beim Fine del Mondo an der Spitze Pirans), und das alles beim sanften Klang der Wellen der Adria. Badet im Mondlicht zu Mitternacht. Solch ein angenehmer Abend könnte der schönste Teil eures Aufenthaltes in Piran sein, auch da das Erwachen des Folgetages einfach toll wahrzunehmen ist, bevor wieder die vielzähligen anderen Touristen einziehen.

Piran vor den anderen Küstenorten bereisen

Das ist ein Fehler, der häufig von Urlaubern gemacht wird. Wenn ihr zuerst nach Piran fahrt, dann beginnt eure Entdeckungstour mit dem schönsten Ort, weswegen euch die anderen Städte etwas eintönig und zu verbaut bzw. zubetoniert vorkommen könnten – insbesondere Portoroz. Piran ist wirklich eine Perle, und der nächste Ort, der in Bezug auf Schönheit konkurrieren kann, ist 1,5 Stunden mit Auto entfernt – Rovinj in Kroatien.

Den Badeort Portoroz nach Piran zu besuchen, ist keine gute Idee.


Wenn ihr von Piran nach Portoroz fahrt, dann kommt ihr aus einem echten Adria-Juwel in einen zubetonierten Badeort mit vielen großen Hotels. Das missfällt so gut wie immer, da die Touristen sich ein weiteres altes Küstendorf erwarten. Falls ihr also mehrere der Orte ansteuern wollt, dann beginnt mit Koper oder Izola und fahrt danach erst nach Piran. Macht es nicht andersherum! Folgt am besten vielmehr jenem Plan, den ich auf dieser Seite recht häufig empfehle – dem wunderschönen Radweg, der auf einer alten Eisenbahnstrecke angelegt wurde und die slowenischen Küstenorte verbindet.

Das Badetuch vergessen

Piran ist eine Halbinsel und ihr könnt eigentlich überall baden. Es gibt keinen Sandstrand, sondern ihr müsst über kleine Leitern in die Adria steigen, wie man es z.B. aus Schwimmbädern gewohnt ist. Die Jugendlichen hüpfen normalerweise von den Pontons. Wenn man im Sommer die Schatten der kleinen Gässchen verlässt, ist es an der slowenischen Küste sehr heiß, sodass euch der Sprung ins Mittelmeer sehr guttun wird.

Kein Sandstrand, aber man kann dennoch überall in Piran baden


Ihr könnt euch sogar auf den Beton“stränden“ von der Sonne bräunen lassen, doch wenn ihr an schöne Sandstrände gewohnt seid, dürfte euch das weniger begeistern. Trinkt lieber auf einer der Terrassen an der Promenade einen Kaffee oder Cappuccino und entspannt dort mit Blick auf die Adria. In Piran werdet ihr übrigens nicht nach einer halben Stunde höflich-bestimmt aufgefordert, das Lokal zu verlassen, wenn ihr nicht weiter konsumiert. Ebenso wird euch hier beispielsweise nicht einfach die Rechnung gebracht und die Tasse weggenommen.

Nicht etwas schwitzen, um in die Höhe zu gelangen

Vom tollen Campanile aus habt ihr eine sehr schöne Aussicht über die Dächer von Piran, aber den besten Blick habt ihr von der alten Stadtmauer aus – dort lassen sich auch die schönsten Fotos machen. Um dorthin zu gelangen, geht ihr am besten vom Tartini-Platz (dem Hauptplatz) los, müsst euch dann bergwärts halten und etwa zehn Minuten recht steil und teils bei sengender Sonne bergauf gehen, aber die Aussicht ist diese Schinderei wert!


Der Ort für die schönsten Fotos von Piran


Zur Erinnerung: Es gibt zwei große Parkplätze, und wenn ihr beim Arze parkt, dann seid ihr bereits gleich neben der alten Stadtmauer und könnt euren Besuch mit einer atemberaubenden Sicht beginnen. Zwei Euro am Drehkreuz einwerfen, und schon könnt ihr die Mauer erklimmen.

In einem zufällig ausgewählten Restaurant essen

Piran ist eine der 5 Tourisms-Blüten Sloweniens. Der Ort ist gut besucht, weswegen die Restaurants keinen großen Aufwand betreiben müssen, um ihre Tische zu füllen, worunter dann die Qualität der Speisen leiden kann. Wenn ihr in Piran einfach irgendeine Restauranttür öffnet oder euch mehr oder weniger zufällig auf eine Terrasse setzt, werdet ihr wahrscheinlich nicht besonders gut essen, oder im besten Fall so gut wie sonst auf dem Land in Slowenien. Zudem werdet ihr für das Essen eher zu viel bezahlen.

Probiert die frischen Calamari aus der Adria!


Mein Rat: Haltet es eher einfach! Wählt beispielsweise das typischste Gericht der Adria, gegrillte Calamari mit Pommes. Risottos, Pasta und Pizza sind auch eine gute Wahl. Da ich die sonstigen Preise der slowenischen Gastronomie sehr gut kenne, kommt mir in Piran alles andere etwas zu teuer vor. Doch wenn euch die Lust packt, dann bestellt euch ein Gericht mit frischen Fisch aus der Adria und ein Glas Weißwein aus einem der Weingebiete der slowenischen Küste.

2 Comments

  1. Guten Tag,

    Ich würde gerne wissen, ob in den Parkhäusern auch Bullis parken können, oder ist die Einfahrt auf unter 2 Meter begrenzt?

    Danke im Voraus.

    1. Hallo Johanna,
      auf der Homepage habe ich dazu leider nichts gefunden, eine andere Website (https://si.parkopedia.com/parken/parkhaus/gh_forna%C4%8De/6330/piran/?arriving=202009052030&leaving=202009052230) gibt für das Parkhaus Fornace eine Höhenbeschränkung von 2.30 m an.
      Mit so einem Bully stelle ich es mir in den oberen Ebenen des Fornace eher schwierig vor, aber das eher von der Länge her. Unten sollte es sich ausgehen. Aber am besten im Zweifelsfall vorher dort anrufen, um sicherzugehen.
      Ich hoffe, dass beim Aufenthalt alles klappt:-)

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