Die 10 Slowenien-Highlights von Cyril

Cyril ist Franzose. Er lebt in Graz, in Österreich, also gleich um die Ecke von Slowenien. Er hat eine Unmenge an Wochenenden in Slowenien verbracht und teilt hier nun 10 Orte, die ihn am meisten begeistert haben und die ich in meinem Blog nicht erwähne (Ich habe ihm extra gesagt, dass er nur Orte empfehlen soll, die ich bislang ausgelassen habe).

Aufstieg auf den Triglav durch das Tal der 7 Seen

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Der Aufstieg auf den Triglav ist meine schönste Slowenien-Erinnerung! Es ist eine großartige Wanderung, die mit dem Gipfel des höchsten Berges von Slowenien gekrönt wird. Der Startpunkt dazu ist der Bohinjsee, genauer gesagt der Parkplatz, von dem aus man zum Wasserfall von Savica gelangt. Von dort aus führt der Wanderweg zum Črno jezero (Schwarzer See) auf 1294 Meter hinauf, wo der mutige Wanderer einen Sprung ins Wasser wagen kann, das allerdings wirklich sehr kalt ist. Nachfolgend schlängelt sich der Weg weiter hinauf zum Dvojno und Veliko jezero und letztlich zum Hribarica-Pass. Nun geht der Wanderweg weiter in Richtung der Schutzhütte Dolič, führt dann an zwei weiteren Not-Schlafstätten vorbei, der Planinka (2402 m) und der Kredarica Schutzhütte (2516 m), wobei beide bereits am Fuße des Berggipfels gelegen sind.

Der finale Aufstieg erfolgt nun über einen Klettersteig (Achtung, im Sommer oder an verlängerten Wochenenden sind hier jede Menge Leute unterwegs, weshalb es vor allem zwischen dem Kleinen Triglav und dem Hauptgipfel eng werden kann).

Doch die Mühe lohnt sich, denn vom Gipfel aus sind ganz Slowenien, die Adria, die friulanische Ebene sowie viele der höchsten Berge Österreichs zu sehen! Der Abstieg bis zu den bereits erwähnten Schutzhütten erfolgt über denselben Weg. Dann geht es über die Schutzhütte Vodnik auf 1817 m und das Mostnica-Tal mit seinen atemberaubenden Schluchten wieder hinunter zum Bohinjsee.

Wir haben für diese Tour 2 Tage gebraucht und auf der Planinka Schutzhütte übernachtet (falls ihr Mitglied des österreichischen Alpenvereins oder einer ähnlichen Einrichtung seid, dann vergesst euren Ausweis nicht, mit dem ein Preisnachlass zu erhalten ist).

Rakov Škocjan und die Poljes von Planina und Cerknica

Dieses Gebiet liegt mir aufgrund meiner Studien besonders am Herzen. Das Naturreservat von Rakov Škocjan ist ein Ort von erstaunlicher Schönheit, dessen Entstehung dem Einsturz der Decke einer Höhle auf einer Länge von etwa 3 km zuzuschreiben ist. Zwei beeindruckende Naturbrücken sowie mehrere Höhlen und Karstquellen gibt es in diesem Gebiet zu sehen. Inmitten des Waldes existiert zudem eine sehr gute Gostilna (Name slowenischer traditioneller Restaurants).

Rakov Škocjan kann man das ganze Jahr über besuchen, denn jeder Besuch enthüllt eine weitere Seite dieses Ortes, schon allein durch die starken Wasserschwankungen im Karstgebiet (bei Hochwasser füllt das Wasser fast den Bogen der ersten Naturbrücke, wohingegen das ganze System im Sommer trocken fällt). Während Hochwasserperioden ist es außerdem möglich zu beobachten, wie sich die beiden Poljes von Planina und Cerknica in riesige Seen verwandeln.

Rakov Škocjan befindet sich in der Nähe des Ortes Unec, welchen man über die Autobahn Ljubljana-Koper erreichen kann, wenn man bei der Ausfahrt selbigen Namens abfährt.

Quecksilbermine Idria und Umgebung

 

Idria ist eine geschichtsträchtige slowenische Stadt. Im Jahre 2012 wurde sie als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO aufgenommen, und dies wegen der mittlerweile stillgelegten Quecksilber-Mine. Diese ist für Besichtigungen geöffnet und hergerichtet, wobei nicht nur die Geschichte der Mine, sondern auch die der Stadt Idria anschaulich dargestellt wird. Zudem bietet die Stadt alle Vorzüge einer grünen, natürlichen Umgebung, wie zum Beispiel viele Spazierwege (Naturlehrpfad Rake), den Divje jezero (deutsch: Wildsee, eine der größten Karstquellen Sloweniens), die Ufer des Flusses Idrijca und den zum Baden einladenden Strand von Bela sowie das kleine Dorf Vojsko, das aussieht, als hätte es sich in den letzten 100 Jahren nicht verändert.

Weiterhin gibt es in Idria eine sehr eigene Spezialität, die Žlikrofi. Das sind kleine gefüllte Ravioli aus Kartoffeln und Petersilie. Ich kann euch nur empfehlen, diese regionale Speise im Burgrestaurant zu probieren, wenn ihr schonmal in dieser Stadt unterwegs seid!

Die Pokljuška-Klamm

Die Klamm Pokljuška Soteska ist meiner Meinung nach ein viel zu unbekannter Ort in Slowenien. Zumal sich ein Besuch hier prima mit einem Ausflug zum Bleder See oder der Vintgar-Klamm kombinieren lässt. Diese Klamm ist seit tausenden von Jahren inaktiv (durch sie fließt kein Wasser), aber die Felswände und Klippen sind extrem eindrucksvoll, wie zum Beispiel beim Endpunkt der Wanderung bei einer kleinen Holzbrücke, wo die Bergwände nur einen Meter voneinander entfernt sind.

Um dorthin zu gelangen, muss man Richtung Bled von der Autobahn abfahren und dann der Landstraße nach Mojstrana folgen, wobei man im Ort Krnica vorbeikommt. Sobald man dort ist, weisen mehrere Hinweisschilder die Klamm ausreichend aus. Wichtig ist hier auf jeden Fall, dass ihr eine genaue Karte der Region habt, denn die Schwierigkeit, diese Klamm zu finden, mag vielleicht die einzig sinnvolle Erklärung sein, weswegen dort jedes Mal so wenig Leute unterwegs waren! Es gibt auch noch einen anderen Vorteil zur Klamm von Vintgar, welche sehr überlaufen ist: Obwohl die Klamm im Nationalpark Triglav liegt, ist der Eintritt frei.

Panorama bei der Kirche St. Primus (Jamnik)

Dies ist ein bei slowenischen Photographen sehr beliebter Ort, da sich hier eine der schönsten Aussichten auf die Alpen im Norden Sloweniens bietet. Wenn möglich, dann solltet ihr diesen Ausblick sowohl beim Sonnenaufgang als auch beim Sonnenuntergang genießen! Um dorthin zu gelangen, müsst ihr den kleinen Ort Jamnik auf der Karte von Gorenjska suchen. Von Ljubljana aus könnt ihr die Straße Richtung Železniki fahren, dort angekommen dann Richtung Norden weiter über Dražgoše bis nach Jamnik. Ich habe diesen Platz zufällig während einer Spazierfahrt mit dem Auto gefunden, und seitdem kehre ich immer mal zu ihm zurück, wenn ich die Möglichkeit habe. Auf dem Rückweg ist das Dorf Kropa auch einen Blick wert.

Škofja Loka und Umgebung

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Škofja Loka ist ein kleiner Ort, der etwa 20 km von Ljubljana entfernt ist. Sein sehr gut erhaltenes mittelalterliches Zentrum, eine für seine Größe sehr hohe kulturelle Aktivität (viele Konzerte), die umgebenden und zu Wanderungen einladenden Hügel (Lubnik, Osolnik, Sveti Križ und Sveti Tomaž) sowie das gute und preiswerte Restaurant Jesharna machen einen Besuch äußerst lohnenswert. Und das Ganze nur wenige Kilometer von Ljubljana entfernt – Was will man mehr?

Wasserfall Peričnik im Winter

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Jetzt einmal ein saisonal bedingter Ort in Slowenien! Denn wenngleich der doppelte Wasserfall von Peričnik auch im Sommer ausgesprochen schön ist, wird er doch im Winter erst wirklich wunderschön, wenn die Kälte das Wasser gefrieren lässt. Dann bilden sich riesige Ansammlungen von Stalaktiten und man kann gelegentlich ohrenbetäubenden Lärm hören, wenn diese unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen. Dieser schöne Ort ist zu Fuß von Mojstrana aus zu erreichen, vorzugsweise im Januar und Februar, wenn es am kältesten ist und die Stalaktiten am größten.

Die beiden Berge Blegoš und Ratitovec

Das sind zwei slowenische Berge, die zwar nur durchschnittliche Höhe aufweisen (1562 m beim Blegoš, 1678 m beim Ratitovec), dafür aber sehr schöne Panorama-Blicke über einen verhältnismäßig großen Teil Sloweniens bieten (Triglav und Alpen, Becken von Ljubljana und auf die Primorska, das slowenische Küstenland). Um dorthin zu gelangen muss man bis zum kleinen Ort Zali Log (522 m) fahren, der sich etwa 15 km westlich von Železniki befindet. Obwohl man schon von diesem Ort aus zu beiden Gipfeln starten kann, bietet es sich an, noch etwas höher zu fahren, zum Beispiel zum fotogenen Ort Prtovč (1008 m), um auf den Ratitovec zu wandern, oder nach Črni Kal (1103 m), um den Blegoš zu besteigen. Bei beiden Bergen gibt es zudem Hütten (koča), auf denen man essen (und eventuell schlafen) kann, wenn einen die Lust packt.

Wasserfall von Kozjak

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Der Wasserfall von Kozjak ist mit Sicherheit einer der schönsten Wasserfälle Sloweniens! Dort hat man nämlich auch die Möglichkeit, im Sommer baden zu gehen, was ihm noch mehr Reiz verleiht! Der Zutritt erfolgt zu Fuß über einen recht unkomplizierten Weg, der an einem der beiden Campingplätze in der Nähe von Kobarid beginnt. Fahrt dort am besten im Juni oder September hin oder schon in der Morgendämmerung, wenn ihr Menschenmassen vermeiden wollt. Und auf dem Rückweg könnt ihr dann sogar Canyoning machen.

Von Podutik aus auf die Berge Tošč und Polhograjska Grmada

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Das ist eine angenehm lange Wanderung, die den Vorteil hat, dass sie einen schönen Umgebungswechsel bietet, während man Ljubljana relativ nahe bleibt. Der Startpunkt ist die Endhaltestelle der Buslinie 5 (Station Podutik). Von dort aus steigt der Weg in etwa 45 Minuten bis zum Dorf Toško Celo an, führt dann über einen schönen Waldweg weiter zum Ort Topol.

Dort bieten sich mehrere Optionen: Anhalten und in einem Gasthaus etwas essen, Kraft tanken und den Ausblick von der Kirche St. Jakob genießen, oder 1,5 bis 2 Stunden weiter zur Polhograjska Grmada und zum Tošč (898 m und 1021 m) wandern. Die Aussicht auf das Becken von Ljubljana und die Steiner Alpen, die sich von diesen beiden Gipfeln bietet, ist auf jeden Fall einen Blick wert!

Nun gut, das war’s von Cyrils Top 10 in Slowenien! Aber falls auch ihr euch gut in Slowenien auskennt und wollt, dass ein schöner Ort bekannter wird, den ich hier noch nicht erwähnt habe, dann könnt ihr mir hier einfach den Artikel senden und ich werde ihn veröffentlichen.

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