Alte Städtchen, Baden, gute Restaurants: Hier kommen die schönsten Orte am Meer in Slowenien.

Die slowenische Küste gehört auf euer Urlaubsprogramm. Auch wenn Sloweniens Küstenlinie nur knapp 47 Kilometer misst, werden euch die venezianische Architektur, das milde Klima und das Glitzern der Sonne auf der Adria sofort für sich einnehmen. Diese mediterranen Bilder am Meer stehen in klarem Gegensatz zu allem, was ihr sonst in Slowenien seht, etwa zu den Julischen Alpen mit dem Bleder See oder dem Bohinjsee.
Wie die Slowenen fahre ich oft ans Meer. In über 16 Jahren habe ich jeden Kilometer der Küste abgeklappert, ganz genau. Hier kommen die Orte, die ihr nicht verpassen solltet!
Neben den Klassikern verrate ich euch auch meine Geheimtipps an der Küste, die Ecken, in die ich selbst zum Genießen fahre. Und als Bonus ein besonders hübsches italienisches Städtchen, keine drei Kilometer hinter der slowenischen Grenze.
Anreise für deutsche und österreichische Urlauber
Das Meer ist näher, als die meisten denken. Von München seid ihr in gut fünf Stunden am Wasser (rund 520 Kilometer über Salzburg, Tauern- und Karawankentunnel). Ab Villach in Kärnten sind es nur etwa zwei Stunden und rund 200 Kilometer bis Koper. Vignette für Österreich und Slowenien nicht vergessen. Viele fahren auf dem Weg zu ihrem Urlaub im kroatischen Istrien (Umag, Poreč, Rovinj) einfach durch und lassen die slowenische Küste links liegen. Genau das ist der Fehler: Haltet hier an. Es ist die ruhigere, weniger überlaufene kleine Schwester Istriens.
Küstenorte und Badebuchten an der Adria

In dieser Küstenregion Sloweniens findet ihr:
- eine sanfte mediterrane Stimmung
- alte Städtchen
- angenehme Badestellen
- gute Fischrestaurants und Lokale mit italienischem Einschlag
- herrliche Terrassen direkt am Meer (die große Leidenschaft der Slowenen)
- hervorragende regionale Produkte (Malvazija-Wein, reife Kakis und Feigen, kleine frische Fische)
Alte Städtchen, Baden, gute Restaurants… Alles für einen schönen Urlaub am Meer!

Die 4 slowenischen Küstenorte
Hier sind die vier Orte an der slowenischen Küste. Die ersten drei sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Beim letzten kommt es auf euren Geschmack an.
In diesem Artikel erfahrt ihr, was ihr an der Küste nicht verpassen solltet und wie viel Zeit ihr für jeden Ort einplanen könnt. Ihr könnt alle diese Orte an einem einzigen Tag abfahren, aber ich wiederhole meinen wichtigsten Rat: Bereist Slowenien nicht im Eiltempo. Nehmt euch Zeit für die Dolce Vita der slowenischen Küste. Italienisch ist hier zweite Amtssprache.

Eine sehr lebendige Küste


An der slowenischen Küste ist in den Orten immer echtes Leben. Sie sind keine Freilichtmuseen für Touristen geworden: Die Slowenen gehen hier ihrem Alltag nach. In den kleinen Häfen arbeiten die Fischer an ihren Booten, und im Hinterland wird guter Wein angebaut. Ihr seht Obstgärten. Ihr kostet ein hervorragendes Olivenöl, das regelmäßig Preise für seine Qualität gewinnt.

Die Slowenen lieben diese Adriaküste und kommen an schönen Tagen für einen Tagesausflug her. An der Küste ist es immer ein bisschen wärmer als im Rest des Landes. Das ist ein wichtiger Tipp für die Planung eurer Route, falls ihr im Frühling oder Herbst nach Slowenien kommt.
In diesem Artikel ordne ich die Highlights der slowenischen Küste nach Wichtigkeit.
Auch lesen: Slowenien Rundreise: 3, 7 oder 14 Tage, die besten Routen
Die schönsten Strände Sloweniens

Ach, fast hätte ich es vergessen: Es gibt hier keine Sandstrände, sucht also nicht nach den schönsten Sandbuchten Sloweniens. Wer die feinen Sandstrände von Ostsee oder Nordsee gewohnt ist, muss kurz umdenken. Aber ihr werdet vor Ort merken, dass man auch ohne feinen Sand bestens zurechtkommt.
Gut zu wissen: In Slowenien verbringt man nicht den ganzen Tag mit Sonnenbaden, das wird schnell langweilig. Aber ihr werdet sehen, es gibt so viele andere schöne Dinge zu tun, dass ihr wunderbare Urlaubstage an der slowenischen Küste erlebt.

1 – Piran, ein Juwel der Adria

Zeit für Piran einplanen: ein guter halber Tag und eine Übernachtung

Ein malerisches Städtchen auf einer schmalen Halbinsel. Unglaublich gut erhalten, ist Piran eines der hübschesten Städtchen der Adria. Wie ein Mini-Venedig ohne die Menschenmassen. Es ist der Ort, den ihr an der slowenischen Küste auf keinen Fall verpassen dürft.

Vor Ort:
- Ihr schlendert zu Fuß durch die vielen kleinen Gassen und bewundert die Gebäude im venezianischen Stil.
- Ihr genießt den unglaublichen Blick von der Stadtmauer (ein grandioses Fotomotiv).
- Ihr bemerkt, dass der Campanile von Piran dem des Markusplatzes in Venedig zum Verwechseln ähnlich sieht.
- Ihr lasst die Seele baumeln auf den Café-Terrassen des schönen zentralen Tartini-Platzes…
In Piran ist la vita bella!
In Piran könnt ihr überall baden. Packt unbedingt eine Badehose ein.

Selbst auf dem Höhepunkt der Saison reicht es, in die kleinen Gassen abzubiegen, um in Piran wieder allein, kühl und ruhig unterwegs zu sein. Vor allem solltet ihr hier übernachten, denn die Sommerabende in Piran sind ruhig, mild und magisch. Es ist unmöglich, sich einem Sonnenuntergang über der Adria bei einem Aperol Spritz zu entziehen, den Terrassen der Fischrestaurants oder den Kindern, die am Abend auf dem schönen runden Hauptplatz spielen.
Auch lesen: der komplette Reiseführer zu Piran und die Fehler, die ihr in Piran vermeiden solltet
2 – Der herrliche Radweg Parenzana

Warum schickt das Tourismusbüro nicht alle Besucher auf diesen fantastischen Radweg, der dem Verlauf einer alten Bahntrasse folgt? Sein Name: die Parenzana. Obwohl ich hier lebe, habe ich eine Weile gebraucht, um ihn zu entdecken. Historisch verband die schmalspurige Parenzana Triest mit Poreč (auf Italienisch Parenzo), also das heutige Italien, Slowenien und Kroatien. Für alle, die ohnehin nach Istrien fahren, ist das ein echter Volltreffer.
Ein herrlicher Radweg, bei dem sich die Kulisse alle paar Kilometer verändert.

Beim Radeln fahrt ihr an der Adria entlang, durch Weinberge und Feigenbäume, durch zwei sehr lange Bahntunnel, deren Kühle man im Sommer zu schätzen weiß. Ihr haltet an, um ein Dorf zu besichtigen, zu Mittag zu essen, ein Eis zu genießen, einen Cappuccino zu trinken… Ihr könnt die Strecke an einem Tag fahren oder, noch besser, in zwei Tagen ab Koper und mit einer Übernachtung nahe der kroatischen Grenze.
Geheimtipp: Fahrt am ersten Tag hin, übernachtet in einem kleinen Ort (Piran) und fahrt am zweiten Tag zurück. Zwei traumhafte Tage.
Auch lesen: Der Radweg, auf dem ihr die ganze slowenische Küste entdeckt
3 – Izola, mein Lieblingsort an der Küste

Mit den Jahren ist Izola zu meinem Lieblingsort an der slowenischen Küste geworden. Müsste ich an der Küste wohnen, würde ich hier leben. Der Ort ist lebendig, mit guten Cafés, guten Restaurants, guten Weinen… Man fühlt sich wohl. Der Strand aus Kieseln und Rasen ist ganz nett, besonders wenn ihr Kinder dabei habt.
Kurz gesagt: Wenn ihr mehr als einen Tag an der slowenischen Küste bleibt, setzt Izola auf euer Programm.

Achtung: An der slowenischen Küste gibt es eine wichtige Regel: Man hebt sich das Beste für den Schluss auf. Besucht Piran daher immer zuletzt, sonst seid ihr von den anderen, etwas weniger schönen Orten zwangsläufig ein wenig enttäuscht. Der nächste Ort, der es mit Piran aufnehmen kann, liegt zwei Autostunden entfernt, im benachbarten Kroatien: Rovinj.
Auch lesen: Izola, mein Lieblingsort an der slowenischen Küste
4 – Koper, die größte Stadt der Küste


Koper ist ein echter Trumpf für Slowenien, mit seinem Tiefseehafen. Es ist außerdem eine belebte Stadt von guter Größe, mit einem großen mittelalterlichen Zentrum und einem sehr schönen Hauptplatz. Ihr findet hier:
- abends Leben auf den Terrassen, wo die Einheimischen ausgehen
- bewachte Kiesstrände zum Baden mit Spielgeräten für Kinder
- sehr gute, günstige Restaurants (die Stadt an der Küste, in der man am besten isst)
- köstliches Eis
- eine Promenade an der Adria, ideal für einen Abendspaziergang in Sandalen…
Kurz gesagt: In Koper riecht es nach Sommerurlaub und nach Abendspaziergängen am Meer.

Ein Hinweis: In Koper sieht man stellenweise auch den großen Hafen mit seinen Containern. Mich stört das überhaupt nicht, aber ich weiß, dass es manchen von euch nicht gefallen wird, also sage ich es dazu. Koper ist ein ausgezeichnetes Standquartier, um die Küste und die Höhlen von Škocjan zu erkunden.
Auch lesen: Koper, der Reiseführer
Weitere Ecken, die ihr erkunden könnt
Die Panoramawanderung der slowenischen Küste


Eine großartige Wanderung abseits der Touristenpfade, fast eben, mit fantastischen Blicken auf Italien, die slowenischen Hügel und kleine Dörfer. Die Wanderung dauert so lange, wie ihr wollt. Sie beginnt mit einem kurzen Anstieg, danach ist es flach. Eine sehr angenehme Runde, den Touristen unbekannt, mit dem Turm einer alten Burg als Zugabe.
Der Blick auf Izola vom Café Belvedere

Zeit vor Ort: 1 Stunde
Merkt euch diese Adresse, denn mit dem Auto kommt ihr ohnehin direkt an diesem Café des Hotels Cliff vorbei, und Parken ist einfach. Ich finde, ihr solltet hier eine Pause von 40 Minuten für einen Cappuccino einlegen. Die Terrasse hat einen fantastischen Blick. Alle Infos findet ihr im Artikel über Izola.
Tipp: Und wenn ihr Cafés mit einer schönen Aussicht mögt, lest den Artikel über die Geheimtipps am Bleder See.
Strunjan, die Mondbucht am Fuß einer Steilküste


Zeit vor Ort: 3 Stunden
Slowenischer Name der Mondbucht von Strunjan: Mesečev zaliv
Strunjan ist ein Naturpark, in dem man oben auf einer Steilküste wandert und unten baden kann. Von Touristen wenig besucht, findet ihr hier zwei Strände: einen aus Kieseln, leicht erreichbar direkt am Parkplatz, und einen weiteren am Fuß einer großen Klippe. Man steigt über einen steilen Pfad hinab.
Eine kleine Instagram-Falle: Mit reichlich Filtern und den sonnigsten Tagen zeigen die Instagram-Fotos ein völlig paradiesisches Bild dieser Bucht Mesečev zaliv, die in Wirklichkeit weniger spektakulär ist (ohne deshalb schlecht zu sein). Das gute alte Instagram vs. Reality.
Folgt dem Wanderweg und dreht eine Runde durch die Olivenhaine. Baden könnt ihr, indem ihr den steilen Pfad hinabsteigt, der an den Fuß der Klippen führt (in Sandalen unmöglich).
Ich habe diese Ecke gründlich erkundet. Fazit: Auch wenn es hübsch ist, habe ich mich entschieden, diesem Ort keinen eigenen Artikel zu widmen. Für einen kurzen Aufenthalt in Slowenien gibt es Besseres, und ich versuche, die Planung eurer Reise nicht kompliziert zu machen, indem ich nur über die besten Orte schreibe. Kurz: eine echte Auswahl treffen, damit euer Urlaub einfacher zu organisieren ist.
Ohne bis zum Fuß der Klippen zu steigen mag ein Bekannter mit Kindern den praktischen Beton-Kies-Strand von Strunjan neben den Klippen. Man kann in der Nähe parken. Parkt hier (der Parkplatz ist in der Hochsaison manchmal voll, dann muss man auf einen weiter entfernten ausweichen).
Geheimtipp: Es gibt ein nettes kleines Café direkt am Strand, das ich für seine gemütliche Stimmung sehr mag. Ihr findet es leicht. Der Service ist oft nicht besonders flott. Bestellt hier auf keinen Fall ein warmes Gericht. Bestellt einen Cappuccino und einen großen Krapfen (die sind hier frisch und köstlich). Perfekt.
Adresse: Plaža bar – Cavedin
Achtung: Strunjan ist ein angenehmer Ort, aber ein schöner Strand ist es beim besten Willen nicht. Habt keine zu hohen Erwartungen. Trotzdem fahre ich im Sommer gern zum Sonnenuntergang hin. Mit dem flachen Licht und dem Blick auf Piran, das zur Silhouette mit seinem markanten Campanile wird, ist es magisch.
Die Salinen von Piran

Zeit vor Ort: 3 Stunden
Slowenischer Name: Piranske soline
Salinen nahe der kroatischen Grenze, die ihr entdeckt, wenn ihr die Parenzana mit dem Rad fahrt. Das ganze Gebiet steht unter Schutz. Ihr fahrt es am besten mit dem Rad zum Sonnenuntergang ab (Fahrräder werden verliehen, wenn ihr direkt an der kroatischen Grenze hineinfahrt). Zu Fuß ist es ehrlich gesagt langatmig, weil man auf langen Geraden läuft.
Gut zu wissen: In den vergangenen Jahrhunderten haben hier viele Slowenen gearbeitet, um Venedig mit Salz zu versorgen.
Heute kann man im Inneren eines alten Hauses seine Aufteilung besichtigen. Im Sommer kann man in einem hübschen Spa mitten in den Salinen entspannen. Auch hier: Der Ort ist schön, ich habe ihn in allen Winkeln erkundet und hätte ihm einen Artikel widmen können. Für einen Aufenthalt unter zwei Wochen scheint er mir aber nicht unverzichtbar. Es gibt einfach so viel zu sehen und zu erleben in diesem Land…
Portorož, der belebte Badeort

Portorož gefällt vielleicht weniger als der Rest der slowenischen Küste, weil es weniger hübsch und kein kleines Städtchen ist. Aber mit ein wenig Offenheit ist es ein angenehmer Ort, an dem man ausgezeichnete Urlaubstage verbringt, vor allem wenn ihr meinen Artikel mit all meinen Geheimadressen nutzt. Teenagern gefällt es hier übrigens auch.
Als Bonus: Muggia, ein kleines italienisches Küstenstädtchen

Zeit vor Ort: 1,5 Stunden

Muggia ist ein kleines italienisches Küstenstädtchen direkt an der Grenze. Es gibt einen kleinen Hafen, einen kleinen Platz, Terrassen, eine schöne Kirche und so weiter. Auf den ersten Blick nichts Unverzichtbares, nur herrscht hier eine echte italienische Stimmung, ganz anders als in den slowenischen Orten. Wenn euch also nach ein paar Tagen in Slowenien danach ist, einen exzellenten Kaffee in Italien zu trinken und eine andere Atmosphäre zu schnuppern, fahrt für zwei Stunden nach Muggia!
Muggia ist wirklich nicht weit. Fahrt hin, einfach für den Genuss eines Kaffees oder Spritz in Italien.
Erkundet das Städtchen richtig: Erst beim dritten Besuch habe ich gemerkt, dass Muggia interessanter ist, als ich zunächst dachte. Da entdeckte ich, dass es hier nicht nur den hübschen kleinen Hafen und den schönen Hauptplatz gibt. Nehmt die kleinen Gassen, die bergauf führen und keine Läden haben.
In der Ferne: Von Muggia aus seht ihr aufs offene Meer hinaus Triest und seinen Industriehafen. Ihr könnt Triest sogar per Boot erreichen und einen Ausflug machen. Praktisch und unterhaltsam. Für deutsche und österreichische Reisende ist Triest ein besonders spannender Halt: Die Stadt war einst der wichtigste Seehafen der Habsburgermonarchie. Die gesamte Küste hier gehörte bis 1918 zu Österreich-Ungarn, was man an vielen Details noch spürt.

Zu bestellen: Probiert den Spritz, die lokale Spezialität aus Friaul, und den Prosecco (italienischen Perlwein).
Geheimtipp Einkaufen: Ganz nah an der slowenischen Grenze findet ihr einen italienischen Supermarkt der Kette Famila. Es ist nicht der beste oder schönste Supermarkt Italiens, weit gefehlt, aber wie in jedem italienischen Supermarkt findet ihr gute italienische Produkte (frische Pasta, guten Wein, italienische Wurstwaren…), die es in den slowenischen Supermärkten an der Küste nicht gibt. Ein Einkaufsstopp auf Italienisch, der Spaß machen kann. Der Laden ist hier.
Koper – Muggia mit dem Auto: 12 Minuten, 6 Kilometer
Geheimtipp: Debeli rtič und die Bar am Ende der Welt, Na Studentu

Als Belohnung für alle, die die Artikel bis zum Ende lesen, hier ein Geheimtipp an der slowenischen Küste, den ich am Ende eines Tages liebend gern ansteuere. Ich habe zehn Jahre gebraucht, um ihn endlich zu finden. Diese kleine Bar liegt auf der schönen Halbinsel Debeli rtič, nur ein paar Hundert Meter von Italien entfernt. Eine Bar am Ende der Welt, am Ende des kleinen Strandes von Valdoltra aus groben Steinen.
Parkt am besten hier und geht zu Fuß zum Meer hinunter. Es ist nicht die perfekte Bucht wie in Griechenland (die gibt es an der slowenischen Küste nicht, ich habe alles erkundet), aber der Ort ist wirklich schön, wenn ihr ein bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang kommt. Und günstig: Bier 3,60 Euro, Aperol Spritz 6 Euro, Cappuccino 2,50 Euro, ein Glas lokaler Wein 2 Euro.
Stil: ganz einfache Strandbar direkt am Wasser.
Sandkasten für Kinder. Baden kann man über eine Leiter, die von der Betonplattform in die Adria führt. Der Blick auf die Adria ist sehr frei, fast wie auf offener See. Vom Stuhl aus seht ihr in der Ferne Koper, seine bewaldeten Hügel, die Klippen von Strunjan und die Silhouette des Campanile von Piran.
Achtung: Der riesige Hafen von Koper liegt in eurem Rücken, mit seinen eher hässlichen Containerschiffen. Aus den Lautsprechern kommt House-Musik, und eine Tafel verkündet „Nein, wir machen die Musik nicht leiser„, aber ich fand sie nicht zu laut.
Es ist also eine kleine Bar mit toller Urlaubsstimmung, die ihr nur ansteuern solltet, wenn ihr mehrere Tage an der Küste verbringt. Ich fühle mich hier am Ende des Tages richtig wohl, und die Chancen stehen gut, dass es euch genauso geht.
Achtung: Diese Bar solltet ihr nicht tagsüber ansteuern (um 14 Uhr wenig Reiz), sondern ein bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang. Genau dann zeigt diese kleine Bar ihren ganzen Charme.
Am anderen Ende des Strandes serviert eine weitere Bar Aperol Spritz, große kühle Biere und etwas zu essen. Probiert köstliche Calamari mit Blick aufs Meer für 12 Euro und lokalen Wein für 2 Euro das Glas. Nehmt etwas Warmes mit, wenn ihr bis zum Einbruch der Dunkelheit bleibt, denn dann können die Mücken auftauchen.
Wie viele Tage sollte man für die slowenische Küste einplanen?
Zwei Tage sind das Minimum, um Piran, Izola und Koper ohne Hetze zu sehen (ihr erinnert euch an den Rat, den ich hier ständig wiederhole). Vier bis fünf Tage, und ihr genießt das Meer richtig: die Parenzana mit dem Rad, lange Kaffeepausen auf der Terrasse wie die Slowenen, versteckte Ecken wie die Panoramawanderung. Von der Küste aus erreicht ihr außerdem die Höhlen von Škocjan, das Vipava-Tal oder die Dörfer im benachbarten Kroatien.
Braucht man an der slowenischen Küste ein Auto?
Nicht zwingend. Die Orte sind mit günstigen, regelmäßigen Bussen verbunden, und über den herrlichen Radweg Parenzana kommt ihr bequem von einem zum nächsten. Ein Auto lohnt sich vor allem, wenn ihr das Hinterland, die Höhlen oder Kroatien erkunden wollt.
Gibt es an der slowenischen Küste Sandstrände?
So gut wie keine. Nur Portorož hat einen Sandstrand, und der ist künstlich aufgeschüttet. Überall sonst: Kies oder Beton. Wer die Sandstrände von Ostsee oder Nordsee gewohnt ist, muss kurz umdenken. Und trotzdem verbringt man hier wunderbare Badetage, ihr werdet sehen. Nutzt die Café-Terrassen!
Wann ist die beste Reisezeit für die slowenische Küste?
Juni und September sind ideal: warmes Meer, viel Sonne, wenig Andrang. Juli und August sind auch schön, aber reserviert eure Unterkünfte früh. Mai und Oktober mag ich sehr, wunderbares Licht. Und selbst im Winter fahre ich hin, sobald die Sonne scheint.
Ist die slowenische Küste für Familien mit Kindern geeignet?
Koper hat einen Spielbereich für Kinder direkt am Wasser. Portorož ist für die Kleinsten wahrscheinlich am praktischsten. Und Piran ist perfekt für Familienabende: Die Kinder spielen auf dem großen Tartini-Platz, während die Eltern einen Spritz trinken.
Wo übernachten an der slowenischen Küste: Piran, Izola oder Koper?
Piran bietet das schönste Erlebnis, vor allem am Abend, mindestens eine Nacht solltet ihr hier verbringen. Izola gefällt allen, die es lokaler und weniger touristisch mögen. Koper ist das praktischste Standquartier, mit den besten günstigen Restaurants und niedrigeren Übernachtungspreisen.
Wie kommt man zwischen den Küstenorten und Triest hin und her?
Mit dem Bus, regelmäßig und günstig zwischen Koper, Izola, Portorož und Piran. Mit dem Rad über die Parenzana, die alle Orte sehr angenehm verbindet. Nach Triest fahrt ihr mit Umstieg in Koper. Mit dem Auto seid ihr am flexibelsten, aber denkt daran: Die Altstädte sind autofrei und Parken kostet.
Kann man die slowenische Küste als Tagesausflug von Ljubljana aus besuchen?
Ja, Ljubljana liegt gut eine Stunde von der Küste entfernt. Ich fahre oft für einen Tag hin und wieder zurück. Ein Tag reicht, um Piran zu sehen und baden zu gehen. Aber ein oder zwei Nächte vor Ort verändern alles: die Abende an der Küste, mit den belebten Terrassen und dem flachen Licht des Sonnenuntergangs über der Adria, sind oft die schönste Erinnerung, die ihr mitnehmt.










